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Aktuelles

01.11.2021: Ausbildungssituation im Landkreis Cham

 

 

Die Zahl der Bewerber ist weiter rückläufig, während die Zahl der Berufsausbildungsstellen stabil bleibt. „Wir brauchen jeden Jugendlichen. Keiner soll verlorengehen“, sagt Bernhard Lang, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Schwandorf, bei der Gesprächsrunde zur Ausbildungsbilanz im Landratsamt. Der Satz wird in abgewandelter Form an diesem Freitagvormittag noch öfter zu hören sein.
 
Seit 1993 kommt der Aktionskreis Lebens- und Wirtschaftsraum Landkreis regelmäßig zusammen. Gebildet hat sich ein funktionierendes Netzwerk für Ausbildung. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern wir bringen gemeinsam den Landkreis voran“, sagt Kreishandwerksmeister Georg Braun. Das Handwerk hätte wieder ein positives Image in der Gesellschaft erlangt. „Wir konnten jetzt während dieser schwierigen Zeit stabil weiterarbeiten.“ Die Bewerber kämen größtenteils mit Mittelschulabschluss ins Handwerk, aber auch zehn Prozent mit Abitur. Heuer konnte das Handwerk 81 Ausbildungsverträge mehr als im Vorjahr erfolgreich abschließen, das entspricht einem Anstieg von 27,65 Prozent.„Keiner soll verlorengehen, das ist unser großes Ziel“Der Landkreis Cham sei unter den Flächenlandkreisen der Langzeit-Champion, freut sich der Geschäftsführer der IHK in Cham, Richard Brunner. Denn Cham habe vergleichsweise die höchsten Zahlen an Bewerbern und Betrieben. 492 Ausbildungsplätze registrierte die IHK. Die Prüfungsergebnisse konnten sich trotz der schwierigen Pandemiebedingungen sehen lassen. Über mediale Kanäle versuchte der Hotel- und Gaststättenverband, Jugendliche für seine Berufe zu begeistern. Andreas Brunner erinnert an die schwierige Ausgangssituation, pandemiebedingt entfielen die Praktika. Und dennoch konnte man die Zahl der Azubis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Vielleicht liege das auch daran, „dass dem Tourismus die Welt offen steht“, so Brunner. „Wir wollen keinen verlieren. Wenn es im Ausbildungsbetrieb nicht passt, vermitteln wir einen anderen.“ Als beste Werbung nennt er die Europa Miniköche.Immer mehr Frauen hielten in der Baubranche Einzug, sagt Innungsobermeister Anton Aumer. Er erinnert an das duale Studium für Maurer. Wie schwierig das Kontakthalten mit den Schülern während des Lockdowns war, erklärt Franz Speckner vom Kolping-Bildungswerk. „Wir haben die Schwächeren, die oft nicht so erfreut sind, dass sie zu uns kommen müssen.“ Das Team sei heilfroh gewesen, als die Stunden endlich wieder in Präsenz stattfinden konnten. „Freitagnachmittag ist bei uns die Bude voll.“ Dank richtet er daher an die Betriebe, die ihre Lehrlinge freistellen.Zwischen drei Stellen könnte sich aktuell ein Bewerber entscheiden, sagt Sigfried Zistler, Leiter der Chamer Berufsschule. Und macht damit deutlich: „Wir haben aktuell nur wenig Schüler.“
An den Mittelschulen ist die Berufsorientierung fest verankert. Johannes Reutner vom staatlichen Schulamt erinnert an die Praktika, die Messen, die Baubegegnungstage und viele weitere Maßnahmen. „Keiner soll verlorengehen, das ist unser großes Ziel.“ Seit einigen Jahren einen hohen Stellenwert hat die Berufsberatung auch an den Gymnasien. Einen Einblick in das Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium gibt Stephan Graßl. Michael Franz, Lehrer an der Realschule in Bad Kötzting, möchte die Koordination der Berufsorientierung ausbauen.
Silke Grimm, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf, bilanziert ein gutes Ausbildungsjahr, trotz Corona. Der Ausbildungsmarkt sei robust. Während die Anzahl der Stellen stabil bei rund 1 600 bleibt, ist die Zahl der Bewerber rückläufig: Im Vergleich zum Vorjahr sinkt sie von 750 auf 688.Im Vergleich zu 2002 nur halb so viele BewerberDrei Gründe nennt Grimm dafür: den demografischen Wandel, der Trend zu den weiterführenden Schulen und die gute Arbeitsmarktsituation – viele bräuchten schlichtweg die Agentur für Arbeit gar nicht, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen.Vor 19 Jahren (1 484) gab es so doppelt so viele Bewerber wie heuer (688). Die Unterteilung in typische Männer- und Frauenberufe sei bei den Jugendlichen weiterhin weit verbreitet.Deutlich mehr Stellen als Bewerber gibt es übrigens bei den Bau- und Baunebenberufen (283 Stellen – 71 Bewerber), Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe (194 – 58) sowie Organisations-, Verwaltungs-, Büroberufe und Sicherheitsberufe (230 – 136).
Landratsstellvertreter Markus Müller weiß: „Fachkräfte sind das Fundament unseres Wirtschaftssystems.“ Als er jung war, hatte er sich als Elektriker beworben. Und die Stelle nicht bekommen. Die Zeiten haben sich geändert.

 

 

Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 01. November 2021

12.10.2021: Mittelschulen im Landkreis wählen Sprechertandem

 

 

Die SMV-Delegierten der Mittelschulen im Landkreis Cham trafen sich im Bürgerhaus der Gemeinde Chamerau, um einen Landkreissprecher und dessen Stellvertreter für das neue Schuljahr zu wählen. Auf der Tagesordnung standen außerdem ein persönliches Kennenlernen der Mitglieder der Schülermitverantwortung und die Planung eines Wochenendseminars an der Jugendbildungsstätte Waldmünchen im Dezember 2021. Gemeinsam mit den begleitenden Verbindungslehrern erörterte man die Frage, wie eine SMV-Arbeit geleistet werden kann, die das Klima an den Schulen positiv beeinflusst. Anschließend wählten die Schülervertreter unter der Leitung der SMV-Landkreiskoordinatoren Sabine Mühlbauer von der Mittelschule Lam und Markus Fischer von der Mittelschule Bad Kötzting ein Sprechertandem. Zur 1. Landkreisschülersprecherin wurde Laura Liebl aus der 9. Klasse der Mittelschule Lam gewählt. Ihr Stellvertreter ist Luis Schillitz aus der 10. Klasse der Mittelschule Cham. Damit ist für die Mittelschüler auch in diesem Schuljahr die Möglichkeit gesichert, demokratische Mitwirkung aktiv zu erleben. – Unser Bild zeigt die Verbindungslehrer und Schülersprecher der Mittelschulen. 1. Landkreissprecherin ist Laura Liebl (1. Reihe, 1.v.r.), 2. Landkreissprecher: Luis Schillitz (1. Reihe, 2.v.r.). Foto: Markus Fischer

 

Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 13. Oktober 2021

29.09.2021: Vereidigung von Petra Kölbl als Konrektorin an der MS Cham

 

 

Über viele warme Worte und einen Koffer voller Geschenke hat sich am Dienstag die neue Konrektorin der Johann-Brunner-Mittelschule, Petra Kölbl, freuen dürfen. Bei einer Feier im Lehrerzimmer begrüßten sie Schulleitung, Schulamt, Kollegium und Schülervertreter.Johannes Reutner freute sich als Vertreter des Schulamtes, dass Kölbl nach 15 Jahren in Oberbayern nun den Weg zurück in die Oberpfalz gefunden hat. In den vergangenen fünf Jahren habe sie in Oberschleißheim Erfahrungen als Konrektorin gesammelt. Diese könne sie nun an der größeren Mittelschule in Cham einsetzen. Um ihr den Einstieg zu versüßen, packte Reutner einen Koffer für ihren Weg in Cham. Darin fanden unter anderem Geduldsfäden, Problemlöse-Pillen und ein Herz für die neue Schule Platz. Kölbl freute sich zum einen über den herzlichen Empfang, zum anderen auf die Arbeit mit Kollegen und Schülern. Zwei Dinge seien ihr bereits positiv aufgefallen: „Die Schüler sind nett. Und sie sprechen Dialekt. Das war ich von Oberschleißheim gar nicht mehr gewohnt.“ – Bild: Bürgermeister Martin Stoiber, Johannes Reutner, Schulleiter Johann Pongratz, die Schülersprecher Pascal Plura, Rebecca Roider und Luis Schillitz sowie die Elternsprecherin Bianca Sölch (von links) begrüßten Petra Kölbl (Dritte von links) an der Schule.

Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 30.09.2021

27.09.2021: Einführung von Birgit Schlamminger als Schulleiterin an der GS Rötz

 

 

"Die Scheu vor Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit“: Mit diesem Zitat von Otto von Bismark begann Schulamtsdirektor Rudolf Hofmann seine Ansprache zur Amtseinführung von Birgit Schlamminger. Die neue Rektorin der Rötzer Grundschule begrüßte bei einer kleinen Feierstunde neben den Kollegen und der Sekretärin Irmi Ring besonders ihre Vorgängerin Gabi Rötzer und Rudolf Hofmann, den zuständigen Schulamtsdirektor.

„Es ist ein interessanter Start, und nach einem Lehrgang bin ich jetzt richtig angekommen“, sagte sie und betonte, dass das Rötzer Kollegium darauf getrimmt sei, selbstständig zu arbeiten.

Schulamtsdirektor Hofmann freute sich, dass er endlich wieder Außentermine wahrnehmen kann, nachdem er nun einen Kollegen zur Seite bekommen hat. Das genannte Zitat von Bismark treffe auf Birgit Schlamminger auf keinen Fall zu, denn sonst hätte sie sich nicht für die im Schulanzeiger ausgeschriebene Stelle beworben. Die neue Rektorin sei ihm lange bekannt, schulisch und ehrenamtlich.

Stationen im Referendariat

Nach dem Abitur 1993 am Robert-Schuman-Gymnasium in Cham folgte das Studium Lehramt für Grundschulen in Regensburg mit Hauptfach Katholische Religionslehre. Die Missio Conanica folgte 2001. Das Referendariat absolvierte sie in Waldmünchen. Einsatzorte danach in den Klassen 1 bis 4 waren die Grundschulen in Furth, Tiefenbach/Treffelstein, Walderbach/Neubäu, Rettenbach, Schönthal, Miltach und 2013/14 in Rötz.

Besonders hervorzuheben ist, dass Birgit Schlamminger von 2014 bis 2018 eine Kombiklasse 1/2 Flex betreute. Das bedeutet für die Kinder, dass sie zwei Schuljahre auf drei ausdehnen oder auf ein Jahr verkürzen können.

Von 2016 bis 2018 war die engagierte Lehrerin Mitglied im Beraterteam der Flexiblen Grundschulen. Zuletzt war sie als 2. Konrektorin an der Grund- und Mittelschule Roding mit Klassenleitung in 1 bis 2 eingesetzt.

Welche Aufgaben warten in Rötz auf die neue Chefin? Zunächst einmal die Verwaltung der Schule und Nebenbei die Leitung der 1. Klasse mit 29 Kindern. Als Rektorin ist sie Ansprechpartnerin für die Gemeinde, wenn es um Belange der Schule geht. Außerdem wird sie die Schule in der Öffentlichkeit vertreten. Dann kommen Personalführung und Beurteilung der Lehrer. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt ihrer Aufgaben.

„Man sieht also, dass Frau Schlamminger keine Scheu vor Verantwortung hat. Ganz im Gegenteil, man kann ihr eine gehörige Portion an Idealismus attestieren. Es gilt nun, diesen Idealismus zu bewahren, Innovationen umzusetzen und die Freude am Beruf des Lehrers an die jungen Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben“, so Hofmann.

Auch an die Lehrer richtete der Schulamtsdirektor ein Wort: „Frau Schlamminger wird sie alle brauchen, denn es geht um die gemeinsame Aufgabe, die Rötzer Grundschule in die Zukunft zu führen und weiterhin zu einem positiven Lernort für die Schülerinnen und Schüler zu machen.“ Denn es dürfe nicht vergessen werden: „Die Schule ist ein Dienstleistungsbetrieb, der den Eltern in Erziehung und Bildung zur Seite steht.“ Gemeinsam werde zum Wohl der anvertrauten Kinder gearbeitet.

Doppelte Belastung

Ein Wort des Dankes sprach Rudolf Hofmann an Gabi Rötzer aus, die ein Jahr lang die Rötzer Schule mitgeleitet hatte. Das war eine doppelte Belastung im vergangenen Jahr, ob bei der Planung, in der Zeit der Pandemie oder auch die Terminbelastung. Und dies alles wurde ohne Klagen getan, von Anfang an aus dem Bewusstsein heraus, die Rötzer Schule nicht im Stich zu lassen, so Hofmann weiter.

Zum Schluss meinte der Schulamtsdirektor noch: Je kleiner eine Schule sei, umso mehr Arbeit werde auf weniger Schultern verteilt. Es bleibe immer mehr am der Schulleitung hängen. „Ich übergebe Ihnen hiermit nun offiziell das Amt der Schulleitung in Rötz“, sagte Rudolf Hofmann an die Adresse der neuen Chefin.

Birgit Schlamminger bedankte sich für die aufmunternden Worte des Schulamtsdirektors und auch bei Gabi Rötzer: „Du hast mir die Tür geöffnet und Öl in die Scharniere gegeben.“ Nun stehe einem geregelten Ablauf an der Rötzer Schule eigentlich nichts mehr im Wege.

 

Aus der mittelbayerischen Zeitung vom 28.09.2021

Das neue Duo am Schulamt

 

 

Selbst ein Schulrat hat ein Saisongeschäft. „Im Juli und August ist’s immer heftig“, bekennt Rudolf Hofmann. Dann gilt es, die Lehrerzuteilungen möglichst gerecht an die 48 Grund- und Mittelschulen zu verteilen. In diesem Sommer war Hofmann teils alleine, sein bisheriger Kollege hatte sich in den Ruhestand verabschiedet und Ersatz war erst einmal nicht in Sicht. Bis zum ersten Schultag. Am 13. September nämlich ordnete die Regierung der Oberpfalz Johannes Reutner ans Chamer Schulamt ab. Der Blaibacher war zuvor als Seminarrektor für die Lehrerausbildung in der Region zuständig.„Ich bin froh, dass er da ist“, schaut Hofmann in Richtung seines neuen Kollegen. Beide kennen sich gut. Noch aus den Zeiten, als Hofmann Rektor in Stamsried war und Reutner der Konrektor. Nun sind sie wieder ein Team. Sie teilen sich das große Aufgabenspektrum des Schulamtes. Eine genaue Aufteilung, etwa nach Grund- und Mittelschulen, macht bei zwei Akteuren wenig Sinn. „Wir müssen uns ja gegenseitig vertreten“, so Hofmann. Das ist auch der Grund, warum sie beim Interview die FFP2-Maske aufbehalten. Vorsichtshalber. „Nicht auszudenken, wenn wir beide ausfallen würden“, malt Hofmann – ganz Pflichtmensch – sein Horrorszenario an die Wand.Erfahrung mit der Pandemie hat man im Schulamt mittlerweile reichlich. Das halbe Jahr Homeschooling hat Spuren hinterlassen. Vor allem bei den Schülern, von denen so mancher mit Wissenslücken zu kämpfen hat. „Da gibt es schon Probleme“, bekennt Hofmann. Mit speziellen Brückenangeboten sollen die Defizite aufgeholt werden. Der Schulamtsleiter hat eine Truppe externer Kräfte – zumeist Lehramtsstudenten – angeheuert, die an den Schulen in Kleingruppen eine gezielte Förderung anbieten. Damit könnte im Laufe des Schuljahres manches ausgebügelt werden. Wenn nicht der nächste Lockdown droht. Hofmann hofft nicht. „Ich glaube, wir schaffen es in diesem Schuljahr ohne Distanzunterricht.“ Schließlich habe man in den Pandemiemonaten etliches an Erfahrung gesammelt, Lüftungskonzepte und ein enges Testsystem auf die Beine gestellt. „Die PCR-Tests sind sensibel und schlagen früh an“, ist Hofmann überzeugt, mit den Pooltests Infektionsketten im Keim zu ersticken.Jammern liegt dem Schulrat, der seit September die fachliche Leitung seiner Einheit übernommen hat, nicht. Auch nicht über die Lehrerversorgung, ein beliebtes Thema bei Elternstammtischen. Wie sieht es da aktuell aus mit dem Lehrermangel im Landkreis? „Sagen wir so: Die Pflichtversorgung ist uns gelungen.“ Darüber hinaus „wäre natürlich noch mehr wünschenswert“. Aber der pädagogische Nachwuchs ist rar gesät.Derzeit kümmern sich 600 Lehrer an 48 Grund- und Mittelschulen um rund 6 000 Kinder. „Das lässt sich schon verwalten“, stellt Hofmann ganz nüchtern fest. Früher waren sie im Schulamt noch zu dritt, doch eine weitere Verstärkung ist nicht in Sicht. „Aber wir haben ein äußerst geschicktes Team an Verwaltungsmitarbeitern“, ist er froh.Mit seinem neuen Kollegen Johannes Reutner teilt er das nächste Etappenziel: Digitales Lernen forcieren. „Es geht nicht so sehr um die Technik, da haben die Kommunen etliches angeschafft. Sondern um die Nutzung im Schulalltag.“ Reutner nickt: „Viele Schulen sind schon sehr innovativ unterwegs.“ Aber es ließe sich noch mehr machen, ist er überzeugt: „Wir müssen den Kollegen zeigen, wie die Technik gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden kann.“ Dafür braucht es Lehrerfortbildungen und Beratung vor Ort. Beides will Reutner schwerpunktmäßig leisten.Die Digitalisierung der Schulen war schon bislang „mein Feld“, erzählt er. Von seinem Know-how profitierte in den vergangenen 13 Jahren die Mittelschule Bad Kötzting. Das war seine Stammschule, an der er seine Fächer Mathematik, Biologie, evangelische Religionslehre und Sport unterrichtet hat. Zudem war er als Seminarrektor für die Ausbildung des Berufsnachwuchses verantwortlich. „Ein spannendes Feld“, wie er versichert. Und trotzdem ist er zufrieden, dass es mit dem Wechsel ans Schulamt geklappt hat. Hier sieht er viele Möglichkeiten, etwas zu bewegen. Zum Wohle der Schüler. Dass die junge Generation schwieriger wäre als frühere, kann er nicht bestätigen. „Die Kinder sind heute selbstbewusster und neugieriger“, lobt der 55-Jährige die Jugend. Autoritäten vertrauen sie nicht blind, aber „sie sind über die Beziehungsebene zu erreichen“. Und die trägt im Schulalltag so und so besser.

Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 24.09.2021

21.09.2021: Einführung von Anna Teuschl als Rektorin an der GS Rettenbach

 

 

Am Montag wurde Anna Teuschl als Rektorin an der Grundschule Rettenbach in ihr verantwortungsvolles Amt eingeführt. Dazu waren Leitender Schulamtsdirektor Rudolf Hofmann vom Schulamt Cham und Bürgermeister Alois Hamperl gekommen.

Schulamtsdirektor Rudolf Hofmann stellte fest, dass Rettenbach wieder eine neue eigenständige Grundschule hat. Er freute sich, dass mit Anna Teuschl sich jemand auf die Ausschreibung beworben hat. Sie habe keine Bedenken angesichts der vor ihr liegenden Arbeit. Schon Otto von Bismarck (1815 bis 1898) hatte festgestellt: „Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit“. Diese Scheu habe Teuschl nicht, ganz im Gegenteil, sonst hätte sie sich nicht auf die Stelle in Rettenbach beworben.

Nach dem Lehramtsstudium an der Universität Regensburg war sie als gebürtige Regensburgerin an der Grund - und Mittelschule in Seubersdorf, Kreis Neumarkt, und der Grundschule Irlbach als Klassleiterin in den Jahrgangsstufen eins bis vier eingesetzt und konnte so vielfältige Erfahrungen im Ganztagsbetrieb, in einer Kombiklasse und als Systembetreuerin in der EDV sammeln. Zuletzt war sie Konrektorin an der Grundschule Abensberg.

In Rettenbach ist ihr zunächst die Verwaltung der Schule übertragen. Nebenbei ist sie Klassleiterin einer Grundschulklasse. Zusätzlich ist sie Ansprechpartnerin für die Gemeinde, wenn es um Belange der Schule geht. Außerdem vertritt sie die Schule in der Öffentlichkeit und dazu kommt noch die Personalführung und die Beurteilung der Lehrkräfte, die an ihrer Schule unterrichten. „Man sieht also, Frau Teuschl hat keine Scheu vor Verantwortung im schulischen Bereich“, so Hofmann. Man könne ihr eine gehörige Portion Idealismus attestieren. Teuschl wird die Lehrkräfte brauchen, denn es gehe um die gemeinsame Aufgabe, die Rettenbacher Schule in die Zukunft zu führen und weiterhin einen positiven Lernort für die Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Man dürfe nicht vergessen, dass die Schule ein Dienstleistungsbetrieb ist, der den Eltern in Erziehung und Bildung zur Seite stehe, denn gemeinsam arbeite man zum Wohle der anvertrauten Kinder.

Bürgermeister Alois Hamperl freute sich, dass es gelungen ist, in Rettenbach wieder eine eigene Schule mit Rektorat zu haben. Das werte die Gemeinde auf. Wenn man auch heuer nur sieben Erstklässler einschulen konnte, so werden es im nächsten Schuljahr schon wieder annähernd 20 Kinder sein. Er freute sich, dass Anna Teuschl Erfahrung in der Systembetreuung der EDV und als Konrektorin besitzt. Sie hat sehr viel EDV-Wissen, wovon er sich schon überzeugt habe. Er gratulierte Teuschl zur Ernennung als Rektorin und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. Als Geschenk überreichte er Anna Teuschl eine Flasche „Höllbachtropfen“.

Rektorin Anna Teuschl freut sich auf die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Lehrerinnen Birgit Griesbeck und Petra Aichinger.

 

Aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 21.09.2021

13.09.2021: Nachwuchslehrer verstärken die Schulen

 

 

13.09.2021: Einführung von Daniela Karl als Rektorin an der GS Chammünster

 

 

27 junge Damen und Herren begannen ihren Dienst als Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im Schulamtsbezirk Cham. Landrat Franz Löffler und Schulamtsdirektor Rudolf Hofmann begrüßten die Nachwuchskräfte am Montag im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Im Einzelnen handelt es sich um 18 Lehrkräfte für die Grundschule, sieben Lehrkräfte für die Mittelschule, eine Fachlehreranwärterin für Ernährung-Gestaltung und einen Fachlehreranwärter für den musisch-technischen Bereich. Landrat Löffler nahm den Amtseid ab, den er als Garant für demokratische Strukturen in unserem Staat beschrieb. Hofmann wies darauf hin, dass der Schulamtsbezirk Cham über sehr gut ausgestattete Schulen, engagierte und aufgeschlossene Lehrer und Schulleiter, an der Schule interessierte Eltern und vor allem in der weitaus überwiegenden Mehrheit sehr ordentliche, willige, leistungsbereite und leistungsfähige Schüler verfüge.

 

Aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 23.09.2021

Ein vielfacher Neustart war am Montag in der Grundschule Chammünster: Der neue Schulrat Johannes Reutner führte als erste Amtshandlung Daniela Karl als neue Rektorin der Minstacher Schule ein, der neue Minstacher Pfarrer Sebastian Scherr stellte sich als neuer Lehrerkollege vor, und zwei Referendarinnen, Katja Geiger und Annabell Prager, starten hier in ihr Lehrerdasein; An-drea Früchtl kehrte nach einem Jahr als Mobile Reserve zurück.

Im Mittelpunkt stand aber Daniela Karl, die nach fünf Jahren als Konrektorin im Schulverband Rettenbach-Falkenstein ihre erste Rektorenstelle antrat. Sie freue sich, dass Schulrat Reutner gerade ihre Amtseinführung als seine erste Amtshandlung auserwählt hatte, und auch, dass Bürgermeister Martin Stoiber bei ihrer Einführung dabei war ebenso wie Stadtrat Stefan Schönberger. Pfarrer Scherr hieß Karl als neuen Kollegen willkommen, ebenso die beiden Referendarinnen und „das Stammpersonal“ .

 

Ein Steuerrad vom Schulrat

 

Schulrat Reutner sagte, es sei für ihn persönlich eine Freude, Daniela Karl als Rektorin einführen zu können, sie bringe viel Erfahrung dafür mit. Er übergab ihr ein kleines Steuerrad, damit sie das Schiff Grundschule Chammünster mit Kreativität, Ausdauer, Ruhe und Tatkraft und einer kompetenten Crew in eine gute Zukunft lenke. Viele neue Aufgaben kämen auf sie zu, nicht zuletzt viel Schreibkram. Wenn es zu stressig werde, so habe er einen Anker dabei, der Ruhe bringen solle.

Daniela Karl sei 1973 in Cham geboren worden, in Windischbergerdorf zur Schule gegangen, habe 1996 ihr erstes Staatsexamen gemacht, sei dann in Stamsried im Vorbereitungsdienst gewesen und habe anschließend in Grundschulen von Bad Kötzting bis zuletzt Rettenbach und Falkenstein viele Schulen kennengelernt und viele Erfahrungen gesammelt, weshalb sie als Leiterin der Grundschule bestens vorbereitet sei.

Als Rektorin habe sie den Anspruch, kreativ, aber mit Augenmaß das Schulleben zu gestalten, einen guten Kontakt zu Gemeinde, Eltern und Kollegium zu halten. Sie sei zwar an gesetzliche Vorgaben gebunden, solle dabei aber immer das Wohl und die gute Entwicklung der Schüler im Auge behalten. Dazu kämen administrative Pflichten und sie übernehme noch die Leitung der 3. Klasse. Er wünsche ihr, so Reutner, dass sie in Chammünster einen sicheren Hafen gefunden habe, an dem sie mit Freude, Tatkraft und in harmonischer Zusammenarbeit mit Kollegium und Eltern die Schule in eine gute Zukunft führen könne.

Daniela Karl dankte für die Worte, sie habe bei ihrem Abschied in Rettenbach einen adäquaten Spruch gesagt: „Den Wind kann man nicht machen, aber die Segel neu setzen.“ So sei sie nun in Chammünster gelandet, was sie sehr freue, da es heimatnah ist, sie nicht mehr so viel Zeit und Kraft auf der Straße lassen müsse, aber noch genug Distanz zum Wohnort habe, um freier entscheiden zu können.

Durch sein Dasein bei der Amtseinführung wolle er die Verbundenheit der Stadt Cham zu ihren Schulen zeigen, sagte Bürgermeister Martin Stoiber. Er sei zuversichtlich, die neue Rektorin führe die Grundschule Chammünster, bei ihrer Erfahrung auch in der Schulleitung, in eine gute Zukunft. Die Minstacher Schule sei mit ihrer ruhigen Lage eine der schönsten in der Stadt, es sei in der hektischen Zeit gut für die Kinder, in so einer Atmosphäre aufzuwachsen. Auch für die Lehrer würden die Anforderungen immer mehr, und so wünsche er ihnen die nötige Ruhe und ein kollegiales Miteinander, so Stoiber. Wenn trotzdem Probleme auftreten, könnten sie jederzeit bei ihm anrufen, denn das Wohl der Kinder sei ihm sehr wichtig. Sie sollten sich hier wohlfühlen, damit sie nach Studium oder Ausbildung wieder zurückkommen. Als Geschenk überreichte der Bürgermeister der Schulleiterin ein Schreibset der Stadt.

Ein lebenslanges Lernen

 

Karl meinte, sie habe sich mit ihrem Beruf für lebenslanges Lernen entschieden. Man komme nie endgültig an, müsse sich immer wieder neuen Anforderungen stellen, auch mal aus der gewohnten Komfortzone an einer Schule treten und sich ein neues Terrain erobern. Nur so entwickle man etwas weiter, auch die eigene Persönlichkeit. Sie werde versuchen, als Rektorin genug Rückgrat zu haben, um ihre Vorstellungen und Einsichten standhaft zu vertreten, aber auch genug Flexibilität, um bessere Alternativen aufzunehmen. Sie hoffe auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Schüler.

Ein „Care-Paket“ in Form einer Schultüte übergab stellv. Schulleiterin Daniela Smola ihrer neuen Chefin. Sie wünsche sich für alle, dass es gelinge, eine Atmosphäre an der Schule zu schaffen, in der die Schüler gerne lernen. „Ich bin auch angekommen in der Region“, versicherte Pfarrer Sebastian Scherr, der in Roding schon Kaplan gewesen war. Er wolle als Pfarrer die Menschen durch Höhen und Tiefen begleiten und stehe auch den Lehrkräften für Gespräche zur Verfügung.

 

Aus der mittelbayerischen Zeitung vom 14.09.2021

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